Bildung geht weiter! 
Volksbegehren von 3. bis 10. November
Mit dem Bildungsvolksbegehren, das zwischen 3. und 10. November 2011 unterzeichnet werden kann, bekommt das Thema Bildung wieder erhöhte Aufmerksamkeit.
Der ÖGB und die Österreichische Gewerkschaftsjugend sehen Bildung als allumfassendes Konzept, das im Kindergarten beginnt, über Schule, Lehre und Universitäten bis zur beruflichen Weiterbildung reicht. Mit ihrer Kampagne “Plan B-ildung – beseitigen wir die Schieflage” thematisiert die ÖGJ bestehende Missstände und zeigt Alternativen auf. Mit dem Schwerpunkt “Bildung geht weiter” präsentiert der ÖGB ein umfassendes Bildungskonzept.
Der ÖGB hat auch im Rahmen der Sozialpartnerschaft eine umfassende Bildungsstrategie formuliert, das Sozialpartnerbildungskonzept “Chance Bildung” aus 2007 ist die Grundlage für Reformvorschläge und für den Bildungsdialog, den die Sozialpartner gegenwärtig mit den ressortzuständigen Ministerinnen der Bundesregierung führen. Die zügige Umsetzung von Reformen im Bildungssystem betrachten die Sozialpartner als immens wichtig für die Zukunft der jungen Menschen und des Wirtschaftsstandortes Österreich.
Die Inhalte des Bildungsvolksbegehren “Österreich darf nicht sitzen bleiben” decken sich weitgehend mit jenen Positionen, die ÖGB und AK – auch im Rahmen des Sozialpartnerbildungskonzeptes “Chance Bildung” – vertreten. ÖGB und AK selbst treten zwar in manchen Positionen für weiter gehende Reformen ein, dennoch kann das Bildungsvolksbegehren insgesamt als Unterstützung gesehen werden.
Der ÖGB sieht im Bildungsvolksbegehr einen weiteren Impuls, um notwendige Veränderungen im Bildungssystem zügig in die Wege zu leiten. In diesem Sinn ersucht der ÖGB alle Mitglieder, MitarbeiterInnen, BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und JugendvertrauensrätInnen, die sich ebenfalls mit den Inhalten des Volksbegehrens identifizieren können, dieses zu unterzeichnen.
Mehr zu den Positionen von ÖGB und Sozialpartnern gibt es unter Downloads!
Alle Infos zum Volksbegehren unter >www.nichtsitzenbleiben.at
WEITERBILDUNG IM BERUF ZAHLT SICH AUS!
Weiterbildung ist ein Eckpfeiler des beruflichen Erfolgs. Hier kommt auch den BetriebsrätInnen in Zukunft eine verantwortungsvolle Rolle zu. Diese werden sich verstärkt in der Rolle von BildungsberaterInnen wiederfinden und benötigen dazu auch die entsprechenden Werkzeuge.
Für Betriebsräte muss es daher auch Verbesserungen bei der Bildungsfreistellung geben. Aber nicht nur für ArbeitnehmerInnen lohnt sich Weiterbildung. Eine Studie hat die Rendite von betrieblicher Weiterbildung untersucht. Ergebnis:
Jeder in Weiterbildung investierte Euro bringt dem Unternehmen 13 Euro zurück.
Doch derzeit spielt Geld bei der Weiterbildung vor allem insofern eine Rolle, als dass sich die ArbeiterInnen und Angestellten diese selbst bezahlen müssen.
Daher fordert der ÖGB: Alle Bildungsabschlüsse bis zur Matura sollten gratis nachgeholt werden können.
Quelle: www.bildunggehtweiter.at
Abgelegt unter: BR-Info, GewerkschaftsInfo, Presse
Bildung ist die beste Grundlage einer funktionierenden Demokratie. Ob Jung oder Alt spielt hier keine Rolle. Es ist nie zu spät. Leider haben sich in der Vergangenheit viele (nicht alle) Unternehmen von der Bildungspolitik verabschiedet. So hat auch ABB-Österreich in der Vergangenheit die vorbildliche Lehrlingsausbildung ersatzlos gestrichen. Heute werden gut ausgebildete Kräfte gesucht und am Arbeitsmarkt nicht oder nur schwer gefunden. Nun könnte man sagen – „Recht geschieht ihnen“! Leider ist dies nicht so einfach, denn wir alle leiden darunter, wenn es der Wirtschaft deswegen schlechter geht als notwendig. Hier rächt sich die unbedachte Profitgier einiger Kapitalgeber aus der Vergangenheit und die Politik, die dies alles ermöglicht hat. Aber Vorsicht! Nicht nur die Unternehmen gingen diesen Weg. Leider hat sich diese Vorgangsweise auch in der Öffentlichkeit, im Schulwesen fortgesetzt. Kurioserweise hat Österreich ein relativ großen Budget für die Bildung zur Verfügung. Dieses wird aber nicht effizient eingesetzt, da seit Jahrzehnten die „Bremser“ jede Reform mit fadenscheinigen Argumenten (zum Teil persönlichen Interessen) verhindern und der Rest mehr oder minder achselzuckend zuschaut.
Umso erfreulicher ist es, wenn jetzt einigen reformwilligen Bildungsinteressierten, egal welchen Colours der sprichwörtliche Faden reißt und diese das demokratische Mittel des Volksbegehrens nützen. Wichtig wäre es nun, dass wirklich Alle, die an Verbesserungen interessiert sind die Chance nützen und dieses Begehren auch unterzeichnen. Die Ausrede: „Meine Stimme fällt ja eh nicht ins Gewicht“ gilt nicht, sonst hätte ich diesen Artikel ja auch nicht geschrieben.
Vorbildlich, dass hier staendig geschrieben wird.